Stockenten

                                                                                        Stockenten:

 Unsere wildfarbenen Stockenten werden wie die Fasanen in Außenvolieren  gehalten. Duch eine genaue Selektion bei den Elterntieren, die regelmäßig durch fremdblütige Erpel ergänzt werden, erreichen wir eine sehr niedrige Fehlfarbenquote. Unsere Enten sind nicht gestutzt und nicht kupiert, daher immer flugfähig, was sie in großen Flugvolieren auch trainieren. Auch die Elterntiere haben die Möglichkeit zu schwimmen und zu tauchen.

 Unsere wildfarbenen Jungstockenten werden in großen, speziellen Entenvolieren mit  Teich großgezogen. Bei guter Witterung haben sie schon ab dem 3. Tag die Möglichkeit, den warmen Stall zu verlassen und sich draußen in der Sonne zu aalen. In der Regel werden sie schon ab der zweiten Lebenswoche komplett dem freien Außenklima zum Abhärten überlassen. Das Gefieder ist dadurch gut gefettet und sie nehmen ohne Umschweife Ihre Gewässer an. Ideal zum Auswildern eignet sich die Zeit zwischen der 5. und 6. Lebenswoche, da sie dann schon gut befiedert sind, aber noch nicht ausreichend fliegen, um sich weit von Ihren Biotopen entfernen zu können. In dieser Wochenalterszahl sind unsere Jungstockenten regelmäßig ab ca. Ende Mai lieferbar.



                                                                                       Allgemeines:

Stockenten werden bis zu 58 Zentimeter lang, ihre Flügelspannweite kann bis zu 95 Zentimeter betragen. Das Männchen trägt im Zeitraum zwischen Juli und August sein Schlichtkleid und sieht dabei dem Weibchen häufig zum Verwechseln ähnlich. Lediglich anhand der Schnabelfärbung lässt sich in dieser Zeit das Geschlecht bestimmen, denn der Schnabel des Männchens ist weiterhin deutlich gelb mit einem Stich ins grüne, wogegen der Schnabel des Weibchens  orange aussieht . Das Weibchen hat eine braun-grau gesprenkelte Färbung, wodurch sie an Land gut getarnt sind. 
Stockenten haben etwa 10.000 Daunen und Deckfedern, die sie vor Nässe und Kälte schützen. Sie fetten dieses Federkleid immer ein, so dass kein Wasser durch das Gefieder dringt. Die Bürzeldrüse an der Schwanzwurzel liefert das Fett. Die Ente nimmt das Fett mit dem Schnabel auf und streicht es damit ins Gefieder. Auf dem Wasser wird die Ente von einem Luftpolster getragen. Die Luft hält sich zwischen dem Daunengefieder, und die Deckfedern schließen die Daunen ab. Zusammen mit dem Fettpolster unter der Haut verhindert die eingeschlossene Luftschicht, dass Körperwärme verloren geht und die Ente auskühlt.

Natürlichen Feinde der Stockenten sind Füchse, Waschbären und Greifvögel; Wanderratten und Marder haben es vor allem auf die Entengelege abgesehen. In der Wildnis können Enten 10 bis 15 Jahre alt werden. 

Die Stockente ist eine sehr ruffreudige Ente. Männchen und Weibchen haben dabei unterschiedliche Rufe. Für die Erpel ist ein gedämpftes „räb“ charakteristisch, das sie gelegentlich auch gereiht als „rääb-räb-räb-räb“ mit abfallender Tonhöhe und Lautstärke hören lassen. Bei den Weibchen gibt es ähnliche Rufreihen, die jedoch eher nach „wak wak wak“ oder auch „wäk wäk wäk“ klingen.
Zum Lautrepertoire der Stockente zählen auch einige Instrumentallaute. Dazu zählt das matte Klingeln „wich wich wich …“, das für den Flug charakteristisch ist und mit den Flügeln erzeugt wird.

 Die heutige Bezeichnung Stockente hat sich erst im 20. Jahrhundert als die übliche deutsche Bezeichnung durchgesetzt, in älterer Literatur wird sie auch noch als Märzente[1] bezeichnet. Der heutige Name kann als Hinweis auf ihre Brutplätze verstanden werden, zu denen auf Stock gesetzte Weiden, Weidengebüsch oder auch Reisighaufen gehören. Stockenten brüten zwar nicht häufig darauf, das Verhalten ist aber für eine Entenart so auffällig, dass sich daraus die heute geläufige Bezeichnung entwickelte.
Über lange Zeit war der Name Wildente gebräuchlicher, was aus ornithologischer Sicht eine unbefriedigende Bezeichnung ist, da dieser Name artübergreifend auch für alle übrigen wilden Enten gilt. In der Jägersprache findet sich diese Bezeichnung noch immer, und auch in der Gastronomie wird bei einem Wildentengericht in der Regel eine Stockente zubereitet.

Beim Mauserverlauf gibt es erhebliche individuelle, aber auch populationsspezifische Unterschiede. Sie kann schon Mitte Mai beginnen und endet regelmäßig spätestens im August. Bei Weibchen findet die Schwingenmauser im September statt und der Kleingefiederwechsel in Brustkleid im Zeitraum zwischen Oktober und November.

 

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